10. März 2026 Nokonoshima und die Randgebiete Fukuokas

Heute ist schon der letzte Tag der ersten Woche und auch der letzte ganze Tag in Fukuoka. Morgen geht es dann nach Okinawa, wo ich mich ein bisschen erholen werde. Die letzten Tage waren auch echt anstrengend.

Auf dem Weg zum Bus schnell im Konbini trinken und Onigiri geholt, dann auf zum Bus. Der fuhr zur Fähre, mit der es nach Nokonoshima, eine Insel, ging.

Auf der Fähre saß einer neben mir der alle halbe Minute die Nase hochzieht, mit richtig schön viel Rotz. Ich kriege die Krise. Auch wenn Japaner bei Erkältung Maske tragen, so ist das Schneuzen leider unhöflich, und das Hochziehen des Schnodders akzeptiert. Ekelhaft, hab ich mir die letzten Tage schon öfters gedacht, aber das ist wirklich schlimm gewesen.

Nach der Fähre noch 15 Minuten mit dem Bus, man kann wohl auch laufen oder ein Fahrrad mieten, aber der Weg soll steil sein. Lieber nicht.  Im Bus, und das ist mir nun auch schon öfter passiert, frage ich den Fahrer auf japanisch: wo ich das Ticket ziehen muss (normal zieht man ein Ticket beim Einsteigen und bezahlt beim Aussteigen – hier gibt’s kein Ticket, wahrscheinlich weil Einheitspreis) und er antwortet auf Englisch.  Der Bus war zudem komplett überfüllt.

Der Weg war leider ziemlich steil und kurvig und die Mädchen die im Bus stehen mussten, kreischten immer in den Kurven. Wieso tu ich mir sowas nur an. 😭😭 Hätte ich das gewusst hätte ich verzichtet. Runter muss ich später auch noch, uff.

Aber im Folgenden sieht man, warum ich das auf mich genommen hab – das war es dann doch irgendwo wert:

Zu jeder Jahreszeit blühen hier andere Blumen, die Insel hat also einen hohen Wiederbesuchswert. Hat mir auf jeden Fall sehr gefallen. Man konnte dort auch picknicken, was auch einige getan haben. Danach ging es zum Nanzoin Tempel, sogar mit Dresscode – selbst Tattoos sind verboten. Hatte ich auch noch nicht, ist wohl auch neu und stand nicht im Internet. Das könnte blöd laufen, der Tempel liegt nämlich auch ziemlich außerhalb. Ich war von der Insel aus knapp 90 Minuten unterwegs, von der Innenstadt aber auch 40 Minuten.  Der Tempel war Recht beeindruckend, auch wenn oft keine Fotos erlaubt waren. Leider auch mit steilen Stellen, aber gut, das ist in Japan halt normal.

Am beeindruckenden an der Tempelanlage war aber das, womit er auch beworben wird: der riesige chillende Buddha:

Für dieses Foto ohne Menschen drauf musste ich eine Weile warten. In der Zwischenzeit habe ich mich kurz mit einem Eis auf eine Bank gesetzt und auch weitere Fotos geschossen.

Da es mir nicht so gut ging, und ich aufgrund der Zeit sehr schnell hätte durch müssen (das Museum daneben hätte dann auch schon zugehabt) habe ich den nächsten Punkt, den Dazaifu Tenmangu Schrein – auch außerhalb gelegen – ausgelassen. Ein kleiner Grund,  wiederzukommen. Stattdessen habe ich mich direkt dem übernächsten Punkt gewidmet. Lalaport – ein Einkaufszentrum. Mit einem wohltuenden Spaziergang habe ich mich dorthin begeben und bin durch das Firmenviertel von Fukuoka gelaufen. Auch wenn ich mit Gundam nichts anfangen kann, der Grund war eine lebensgroße Gundam Statue. Ich hatte auch noch das Glück, dass sie, als ich Fotos gemacht hatte, sich anfing zu bewegen (es war 18 Uhr).

Auf dem Weg dorthin hab ich Takoyaki entdeckt, auf die ich mich schon seit der Ankunft freue, aber noch keine gefunden hatte! Gestern war ich bei meinem Hotel um die Ecke, wo es welche geben sollte, aber da war sowas wie eine Veranstaltung, und ich durfte nicht rein. Leider waren die nicht so gut, also hab ich mir im Einkaufszentrum noch welche geholt (auf den Rückweg habe ich dann noch einen Stand entdeckt). Auf dem Dach des Einkaufszentrum gab es einen Fussballplatz, wo auch eine Gruppe Jugendlicher trainiert hat. Wenn man halt zu wenig Platz hat. Das Gamecenter im vierten Stock hat mich dieses Mal zum Glück nicht gelockt, es war hauptsächlich auf Cranegames und Gundam ausgelegt.

Zu guter Letzt bin ich noch ins Ichiran Ramen-Restaurant, da dieses wohl sehr beliebt sein soll, immer mit langen Schlangen. Eine Kette, die ihren Ursprung in Fukuoka hat. Speziell ist hier, dass man komplett für sich allein is(s)t. Man sitzt an einer Art Kabine, wie man auf dem Foto sieht, und durch die Gardine wird einem das Essen gereicht. Man soll sich voll auf das Essen konzentrieren können. Sonderwünsche – so wie auch die Bestellung – werden per Zettel geäußert. Jeder Bonus zu der normalen Suppe (Ei, zusätzliches Fleisch, Pilze, u.s.w. wird separat serviert. War eine Erfahrung wert und auch echt lecker – so wie alle Ramen, die ich in Fukuoka gegessen habe. Ich hatte Glück, in Canal City bei mir um die Ecke waren um 20.50 Uhr nur 3 Leute vor mir. Um 21 Uhr machen die Geschäfte zu, und als ich im 21.20 aus dem Laden rauskam.. seht selbst:

Da ich morgen früh schon wieder auschecken muss, bin ich danach ins Hotel.

09. März 2026 – Pilgerfahrt nach Karatsu

Heute stand ein Ausflug nach Karatsu auf dem Plan.

Zuerst jedoch habe ich die Dusche in meinem Appartment genutzt. Eine japanische Dusche, hatte ich so noch nicht. Der ganze Duschraum (in dem auch eine Badewanne ist) darf nass werden. Sehr toll, hätte ich Zuhause auch gern.

Fertig gemacht und los, musste ich dann hetzen, da ich festgestellt habe, dass die Bahnen nicht durchgehend so günstig fahren, sondern nur morgens und abends. Und ich wollte nicht eine Stunde warten. Also auch kein Frühstück. Habe wirklich eine Punktlandung hinbekommen.

Im Zug habe ich meine Route für heute aufgestellt.

Ich habe nur ein Ticket nach Karatsu gekauft, mich aber entschieden, nach  Nishi-Karatsu zu fahren. Dort konnte man aber nicht nachzahlen und musste das Ticket nur in einen Behälter werfen, anstatt es zu entwerten un rauszukommen.  Jetzt bin ich in Japan also für 50cent schwarz gefahren 😱 was ja bei dem japanischen System gar nicht möglich ist.

Auf zu meinem ersten Ziel.

Die Gegend war sehr ländlich, und auch wenn die ländlichen Gegenden Japans schön sind, muss es schon Gründe haben, die einen da hin ziehen. Da die Präfektur Saga in den letzten Jahren wirtschaftlich in keine rosige Zukunft blickte, wurde ein Anime erschaffen, der als Werbung fungieren sollte – und das sehr erfolgreich. Da Karatsu von Fukuoka einfach zu erreichen war,  einen grossen Teil der im Anime erschienenen Orte abdeckt (diese sind über ganz Saga verteilt), habe ich mich für Karatsu entschieden – daher Pilgerfahrt.

Leider hat aus irgendeinem Grund (ich habe aus Versehen mein Handy rebootet, ich vermute, dass es daran lag) mein mobiles Internet nicht mehr funktioniert. Das hat mir vor allem Anfangs die Stimmung versaut, mich Zeit gekostet, weil ich versucht habe, es zu reparieren, und ich konnte nicht mehr so gut planen. Zum Glück habe ich die meiste Planung schon im Zug gemacht. Vor 10 Jahren hatte ich auch kein mobiles Internet und es ging auch, auch heute habe ich den Tag meistern können. Google Maps zeigte zumindest die Karte und meinen Standpunkt an. Als nächstes – mit einem kleinen Zwischenstop bei einem Tempel, der nichts mit Zombieland Saga zu tun hatte, und ein frisch verheiratetes Paar gerade Fotos machte – ging es zum Schloss Karatsu. Mit 500 Yen Eintritt war es drinnen erstaunlich unbeeindruckend (waren eh keine Fotos erlaubt), und wer keine Treppen laufen wollte durfte nochmal 100 Yen für einen Aufzug bezahlen. Aber von aussen fand ich das Schloss schön und die Aussicht war auch nicht schlecht.

Danach ging’s durch den Rainbow Pine Grove, bei dem ich irgendwann Angst hatte, ich müsse wieder umdrehen, weil der Weg bei Google Maps in echt so aussah, als dürfen da später nur noch Autos entlang (konnte es ohne Internet ja nicht prüfen). Aber schöner und länger Wald. Das Wetter ist übrigens seit dem Schloss T-Shirt-Wetter. Und zum Glück funktionierte mein Weg, auch wenn ich kurz durch „wilden“ Wald musste. Nächster Punkt: Kagamiyama und Kaution Shopping Center. Kagamiyama und das riesige Toori unten waren beeindruckend, auf das Observationsdeck (auch ein Handlungsort) wollte ich dann doch nicht, da der Weg nach Serpentinen aussah und wohl auch besser mit Auto bewältigt wird? Ich weiss es nicht, und aus Zeit- und Höhenangstgründen habe ich es auch nicht herausgefunden (laut Google zu Fuß eine Stunde hoch).

Das Einkaufscenter war nicht sehr beeindruckend, aber klar in so einer kleinen Stadt. Wäre normal auch nicht auf meiner Liste. Hier hatte ich kurz W-Lan und wie sich im Hotel herausstellte, hätte ich hier wieder Internet haben können, hätte ich in den Hilfe-Chat geschaut, welchen ich beim letzten W-Lan starten konnte, bis die Verbindung abriss. Ich hatte mich dann damit abgefunden und wollte nicht noch mehr Zeit verschwenden, da mein Plan nicht so viel Trödeln zuließ. In so einem Dorf gibt es nicht häufig freies W-Lan. Selbst in Fukuoka gibt es das nicht an jeder Ecke.

Nun schnell zum nächsten Punkt, am Einkaufscenter konnte ich per W-Lan checken, ob die Zeit noch reicht. Die Karatsu Boot-Rennbahn. Wäre sicher schön gewesen, da auch ein Bootsrennen zu sehen, aber deswegen bin ich ja nicht hier.

Da die Zeit langsam knapp wurde bin ich strammen Schrittes zum nächsten Ziel, das Zentrum der Stadt. Dort gab es einen Souvenirladen, der demnächst zumacht. Und oft passiert es mir, dass ich ein zwei Sachen am Ende wegen der Öffnungszeiten nicht sehen kann. Aber von Weg her hat es so am meisten Sinn ergeben. Leider war fast alles schon ausverkauft (sicher nicht von heute), selbst T-Shirts gab’s nur noch in Größe M. Und die japanischen Größen fallen eh was kleiner aus (aber hey, es passt mir Grade so).

Nun noch der Bahnhof und den Super Morinaga Supermarkt (und wieder zum Bahnhof zurück), und ich habe alle Spots aus der Serie in Karatsu Just in Time (und ohne Internet) geschafft. Die Spots an anderen Städten in Saga müssen dann wohl auf meine nächste Japanreise warten. Ich würde Kyuushuu eh gern länger besuchen, das hat diesmal aber einfach nicht reingepasst mit Sapporo und Okinawa.

08. März 2026 – Fukuoka

Heute bin ich losgezogen und als erstes in die Canal City direkt um die Ecke. Vielleicht nicht so gut mit Shopping anzufangen, da ein paar Sehenswürdigkeiten auf meiner Liste stehen. Hier gibt es auch ein Kirby Café! Leider muss man auch hier reservieren. Ich überlege es mir mal.

Für Frühstück habe ich mich dann für Okonomiyaki entschieden, da ich zufälligerweise einen vielversprechenden Laden gesehen habe, direkt hinter dem Kirby-Café. Jetzt hab ich mich sogar dafür angestellt. Geht hoffentlich nicht  so lange. Aber der Ichiran Ramen Laden direkt daneben hat eine viel längere Schlange.

15 Minuten musste ich warten, dafür kam dann auch schon zeitnah das Essen. Der Laden heißt Denko-Seppa, ich habe das gleichnamige Okonomiyaki genommen. Ist Hiroshima-Style, das hatte ich tatsächlich schon mal in Hiroshima.

Als nächstes waren die Schreine im Stadtteil Hakata dran. Zuerst der Toshida Schrein, der wohl bekannteste in Fukuoka. Hier fand auch gerade eine Zeremonie mit einem Priester und einer Miko statt. Keine Fotos erlaubt. Aber die Schlange der Leute die beten wollen, konnte ich fotografieren.

Als nächstes der Tochoji-Tempel, nur ein paar Meter weiter nördlich.  Hier konnte ich mir ein Omikuji, ein Zettel, der einem sein Glück vorhersagt kaufen. Ich hab einfach nur „Glück“ gezogen. Es gibt ein paar Stufen drüber aber auch drunter, „Curse“ bzw Pech. Danach bin ich wohl „durch die Hölle gegangen“, im Tempel war ein Durchweg, bei dem erst Bilder Dämonen in der Hölle dargestellt waren. Danach wurde der Gang komplett dunkel, man sah nichts mehr und musste tasten, da der Gang gewunden war. Irgendwann kam ein Bild mit Buddhas, welches hell erleuchtet war. Dies stellt wohl den Gang durch die Hölle und die Erleuchtung dar. Spannende Erfahrung. Außerdem gab es einen recht grossen Holzbuddha zu sehen. Leider waren keine Fotos erlaubt. Dahinter befanden sich noch weiter  kleine Tempel und Schreibe und Friedhöfe. Alle habe ich mir nicht angesehen, da diese Recht klein und sehr ähnlich waren.

Ala nächstes bin ich zum Fukuoka Schloss, bzw. Das was davon übrig ist. Für das Schloss bin ich ein Viertel Jahrtausend zu spät. 🤷 Ich wollte erst mit dem Bus fahren, aber das habe ich nicht hinbekommen. Ein Bus kam, aber andere Linie. Und als der Weg war, würde bei Google auch angezeigt, dass meiner weg war. Dann bin ich lieber gelaufen, warten hätte sich nicht gelohnt.  So habe ich eine kleine Anti-Kriegs-Demo gesehen.  Die Schlossruinen waren interessant und von oben hatte man einen schönen Ausblick. U.a. auf den Ohori Park, der mein nächstes Ziel war. So einen hätte ich gern Zuhause, ein Traum zum Joggen oder Fahrradfahren. Sehr idyllisch, und ein Weg führte auch mitten über das Wasser.

Danach wollte ich noch in den Teamlab Forest, soll visuell sehr anregend sein, war aber zu spät und kam nicht mehr rein. Aber gibt’s auch in Tokyo und da wohl größer. Bin dann mit dem Bus zur Tenjin Underground Mall, so man Klamotten shoppen und Cafe und Kuchen zu sich nehmen kann. Da schon abends war, hatte danach nichts kulturelles mehr offen und ich wollte ins Barviertel von Tenjin. Auf dem Weg lagen aber Gamescenter, weiter bin ich nicht gekommen. 3 Stück, nebeneinander und gegenüber, ich kannte bis jetzt nur Taito. Alle 3-4 Stockwerke hoch und das eine hat durchgehend geöffnet. Wahnsinn. Da waren auch einige Spiele, die ich noch nicht gesehen habe, wie eine virtuelle Pferderennbahn. Habe dann auf das Barviertel verzichtet, war mir auch nicht wichtig. Danach bin ich noch essen gegangen, kurz zum  Kushida-Schrein, weil der laut Google nachts noch besser sein soll (naja, nur halt leer und zum Teil zu) und dann auch ins Hotel und ins Bett, da ich morgen früh raus wollte und auch k.o. war.

07. März 2026 – von Chitose (CTS – FUK) nach Fukuoka

Heute nahm ich mal das Hotelfrühstück in Anspruch, da ich nicht so viel Zeit hatte, da ich noch zum Sapporo Beer Museum laufen wollte und dann zeitnah zum Flughafen musste.

Nächstes Mal doch wieder auswärts. Aber war okay.
Ein Getränk für den Weg. Lecker.
Ein Schrein auf dem Weg
Wtf

Das Museum selber war nicht so groß, das Restaurant danach sah aber interessant aus und bot günstig All you can Eat Jingisukan. Aber keine Zeit – Verdammt.

Eindrücke auf dem Rückweg:

Eindrücke vom Flughafen:

Und während ich im Flieger sitze, schreibe ich diese Zeilen. Die nächsten 3 Tage steht dann Fukuoka auf dem Plan. Ich freue mich schon auf die yatai – die Open Air Food Stände, und die weltbekannten Hataka Ramen. :3

Das habe ich auch direkt umgesetzt. Nach dem Check-In bin ich noch mal los. Die Unterkunft ist übrigens sehr groß.

Der Weg von Hotel ins Partyviertel führte mich durch ein kleines Rotlichtviertel, wo mich die netten Herren alle direkt reingebeten haben.  Unheimlich.

Ich bin dann aber fündig geworden und habe hier für umgerechnet 4€ die ziemlich besten Ramen bis jetzt gegessen.  Die Brühe ist ein Traum. Die Beilagen könnten mehr sehen, aber für den Preis. Auf dem Rückweg von ich parallel vom RotlichTviertel an die richtige yatai-Straße gekommen. Laut Google sind die guten Restaurants aber voll und die anderen Touristenfallen. Und tatsächlich, wie im Rotlichtviertel wurde ich gelockt und hereingebeten. Das ist nie ein gutes Zeichen. Gut, dass ich den anderen Laden  zuerst gefunden habe.

06. März 2026 – Sapporo

Heute etwas früher wach, werde ich die etwas abgelegeneren Orte besuchhen. Genauer gesagt steht die Historical Village of Hokkaido auf dem Plan. Ich schreibe nicht in Vergangenheit, weil ich den Anfang des Textes im Zug verfasse. Es gäbe noch ein paar Orte, die aber alle außerhalb mit mindestens einer Stunde Fahrzeit zu erreichen sind. Die werde ich wohl nicht schaffen. Unter anderem ein Onsen, aber ein Onsen im Schnee hatte ich schon, und nächste Woche gehe ich oft genug baden. Vielleicht komme ich ja irgendwann nochmal hier her. Nun erst mal mit der Bahn nach Shin-Sapporo. Bis ich mich mit dem Ticketsystem wieder zurechtfand, vergingen ein paar Minuten. Aber werde es dir Tage noch öfters brauchen.

Da ich nicht zu viel Zeit verschwenden wollte gab es heute nur ein kleines Frühstück auf die Hand, als ich auf den Bus in Shin-Sapporo gewartet habe.

Wow, ich hab ganze 4 1/2 Stunden dort verbracht. Wer hätte das gedacht (es stand bei Google, das man dort locker 4 Stunden verbringen kann – aber ich hab’s nicht so ganz geglaubt). Leider hab ich dadurch das Museum direkt nebenan nicht geschafft, aber mit gestern ist das vielleicht sonst ein wenig zu viel Kultur. 😅 Ich hab dort echt viele Fotos gemacht, aber ich glaube, es wirkt nur beeindruckend, wenn man es live sieht. Von daher nur eine kleine Auswahl:

Uff.. zudem musste man in einigen Gebäuden (sicher die Hälfte) seine Schuhe ausziehen und Schlappen anziehen. An sich okay, aber bei der Kälte dachte ich irgendwann, meine Füße erfrieren.

Da der Tag nun fast rum war, und die meisten Sehenswürdigkeiten zu hatten, bzw. Ich sie nach der Rückfahrt nicht mehr rechtzeitig erreichen würde, entschied ich mich, den ShiroiKoibito-Park zu besuchen. Den Park der weißen Liebenden. Weiß wahrscheinlich wegen weißer Schokolade, da hier auch viel Schokolade verkauft wird und eine Schokoladenfabrik direkt daran anschließt. Die Tour dadurch hatte aber schon zu.

Man könnte jetzt behaupten, das ist doof, da allein hinzugehen, aber das war soooo kitschig, dass ich eigentlich ganz froh war:

Einige Eindrücke vom Rückweg:

🙁

Am Freitag bin ich schon an einem Petshop in der Tanukikojo vorbeigelaufen, die sehen es aber nicht gern, wenn man Fotos macht -verständlich, Tiere auf kleinstem Raum. Apropos – zur Tanukikoji ging es auch wieder.

Hab ein Gacha gefunden und auch direkt gezogen was ich wollte.Dann zur Ramen Street Abendessen.

Das war scharf, hab aber schon Schärferes gegessen. Aber nicht viel. Danach ging es noch einmal in die Precious Hall, wenn auch nicht lang, da ich morgen um 10 auschecken muss. Was schade war, auch diese Party war sehr gut.

05. März 2026 – Sapporo

Da ich etwas Schlaf nachholen musste und gestern spät wurde bin ich heute etwas später gestartet. Dank den Putzfrauen und den hellhörigen Wänden aber auch nicht zu spät. Als erstes hab ich mich mit einem leckeren Curry auf der Straße gegenüber gestärkt.

Danach ging es dann am Odori Park vorbei zum Clock Tower. Der nette Guide im Inneren hat mit allen Leuten gequasselt, auch mit mir und auch ein Foto für mich gemacht.

Weiter zum Former Hokkaido Government Office Building. Habe mir unterwegs einen Kaffe aus dem Kühlregal geholt, ohne Milch, null Kalorien. Schmeckte aber Scheisse.. wie kälter Kaffee. 😅

War ganz nett, sehr Amerikanisch. Bin aber Recht schnell durch. Also nächstes stand das Hokkaido University Museum auf dem Plan. Der Typ auf dem Foto mit mir war hier auch ein paar Mal zu sehen (Dr. William Smith Clark), der scheint hier bildungstechnisch einen starken Eindruck hinterlassen zu haben. Das Museum war nicht schlecht, viele verschiedene kleine Ausstellungen, meist mit Forschung verbunden. Einige Tierpräparate, sowas sieht man nicht so oft. Und Bären gibt es in Japan ja wirklich. Habe zum Glück noch keinen echten gesehen.

Danach bin ich über den Sapporo Bahnhof (den ich bis jetzt noch nicht gesehen habe) –

über den Underground Pedestrian Space wieder Richtung Susukino (dort ist das Hotel) wieder zurück. Den Eingang zu finden war gar nicht so einfach, bin eine Weile im den Bahnhof herum geirrt.

Durch den späten Start habe ich heut also nicht so viel geschafft. Warum schließt auch alles gegen 17-18 Uhr, wenn es dunkel wird. Aber die Sehenswürdigkeiten sind hier überschaubar. Die Kälte ist echt anstrengend, aber es ist schön, so viel Schnee im sich zu haben. Überall sind weiße Flächen, hohe Schneeberge, wie ich wie ich sie in Deutschland vor 20 Jahren vielleicht Mal gesehen habe.

Heute Abend gibt es für mich Jingisukan (Dschingis Khan) zum Abendessen, eine Spezialität Hokkaidos.

Man muss es selber machen und eigentlich wollte ich All you can eat, das geht aber erst ab zwei Personen.  War trotzdem lecker und interessant. Leider stand nicht da, aus welchem Teil des Lammes das Fleisch war. Lamm, „besonderes“ Lamm und Hammelfleisch waren die Sorten.

Hier noch einige Eindrücke vom Nachtleben, zu den Schlagzeiten waren es unglaublich viele Menschen:

04. März 2026 – Umstieg in Tokyo nach Hokkaido, Chitose

Haneda Flughafen Terminal 2

In Haneda angekommen, wollte ich meine eSim aktivieren. Leider hat es nicht funktioniert. Also erstmal W-Lan finden und rausfinden wieso. Stellt sich heraus, dass man Roaming aktivieren muss. Kann ja niemand ahnen, sowas stellt man ja wegen den Gebühren eigentlich nicht ein. Egal, nun günstiges Internet in Japan ohne W-Lan-Hopping.

Ich hatte aber auch nicht viel Zeit, und wie sich herausstellt musste ich den Koffer wieder holen und neu einchecken. Das wurde mir in Frankfurt anders mitgeteilt. 🙄 Das setzte mich etwas unter Druck.

Eigentlich wollte ich noch die Welcome Suica Card holen, eine Karte mit der man einfach die Busse und Bahnen bezahlen kann. Hab sie extra vorbestellt. Am Schalter angelangt hieß es ich müsse warten. Das wollte ich nicht, also Bestellung gecancelt, jetzt muss ich in Sapporo eine normale holen. Bin dann wieder eingecheckt anstatt erst mal Geld abzuheben.  Hinter dem Check In hab es nur einen Automaten und da haben beide Karten nicht funktioniert. Toll. Hoffe, es gibt in Sapporo kein Problem – sonst hab ich ein Problem. Läuft also alles nicht ganz so flüssig wie bisher.

Man soll nur 10 Minuten vor dem Boarding am Gate sein. Und tatsächlich hat das gereicht. Wahnsinn.

Flug war kurz, Geld abheben hat hier geklappt (puh), nächster Plan war Ebisoba Ramen, eine Empfehlung des Internets. Sie Schlange war so lang, dass ich mich dagegen entschieden habe, schade. Also ab zum Hotel und in Sapporo was zu essen suchen.

Die 🐍

Nach dem einchecken endlich geduscht, bin ich zum Hauptlokal des Ebisoba Ichigen, konnte dabei die Stadt erkunden. Das Hauptlokal war fast voll, aber Platz war da. Das besondere ist, dass die Brühe hier auf Shrimps basiert (meist Nur Soya/Miso, manchmal Schweineknochen). War definitiv lecker. Aber ich hätte ungern dafür solange gewartet wie ich am Flughafen hätte müssen.

Nebenbei habe ich einiges von Susukino, dem lebendigsten Stadtteil von Sapporo gesehen.

Im Anschluss bin ich noch die Tanukikoji (Waschbär Shopping Straße) entlanggelaufen.

Dort gibt es das in Japan in den lebendigen Vierteln übliche, Gashapon, Patchinko, Maid-Cafes, Läden mit Greifarm-Slots und Geschicklichkeitsspielen, Bars die auf Spass und Alkohol aus sind, u.s.w. Also jede Menge Spaß und Glücksspiele.

An einem Geschicklichkeitsspiel hab ich mich auch ausprobiert, hat Spaß gemacht und war gar nicht mal teuer, 50 Cent für knapp 15 Minuten, maimai Circle. Gibt’s nur leider in Deutschland nicht.

Danach hab ich noch einen Abstecher zum Odori Park gemacht, mit Aussicht auf den Fernsehturm (auf das hochfahren verzichte ich dankend). Das Wetter war übrigens die ganze Zeit bescheiden, Regen bis Schneefall.

Und weil ich noch nicht lange genug wach bin, hab ich am Ende einen Abstecher in die Precious Hall gemacht. Anscheinend sehr bekannt für das fabelhafte Soundsystem, eines der besten Japans und auch international angeblich bekannt.

Mehr Fotos gibt’s aber nicht, da drinnen keine Fotos erlaubt waren. Der Sound war echt gut, die Musik für mich etwas zu ruhig (aber laut!), aber hat Spaß gemacht. Jetlag scheint bei mir das Gegenteil zu bewirken, aber wenn man schon mal hier ist..

03. März 2026 – Die Reise beginnt

Heute geht es los. Es wird anstrengend,oder Flug ist immer eine Herausforderung für sich.

Um 6 Uhr fuhr der Zug nach Frankfurt. Da ich bei sowas immer leicht aufgeregt bin, bin ich schon seit 3 Uhr wach.

Erst mit dem ICE und dann um 07 an Frankfurt. Um 8 habe ich den Koffer schon eingecheckt und bin durch die Sicherheitskontrolle durch. 

Die benötigten Reisemittel

Nun habe ich noch 3:45h Zeit bis der Flieger startet. Da ich den Rest verderbliches von Zuhause mitgenommen habe muss ich hier nicht überteuertes essen kaufen. Auch die 100ml Regel war einmal. D.h. ich konnte eine Flasche Wasser mitnehmen, schön.

Im Flugzeug selbst wurde die Sicherheitsunterweisung digital mit einem Pokémon-Video vermittelt. Ein schöner, lustiger Start – da lohnt es sich doch mit der japanischen Airline zu fliegen.

Frühstück

Zum Trinken gab es für mich Sake – eine gute Einstimmung. Das Bier – Kirin – gibt’s bei jedem deutschen Japaner. Bei meinem letzten Langstreckenflug gab es nur eine Flasche Wasser für jeden. Aber da mussten wir auch Maske tragen, 2020. Da macht das hier direkt wieder mehr Spaß.

Mittagessen im Flugzeug

Der Flug war lang und anstrengend, schlafen konnte ich auch nicht, aber irgendwann war es geschafft. Und zwar eine Stunde früher als geplant. Um 07.45 Ortszeit sind wir gelandet, nach 12 Stunden und 10 Minuten.

Bald ist es wieder so weit..

..am Dienstag, dem 03.03.26 geht es wieder los. Ein neuer Trip nach Japan erwartet mich. Zur Einstimmung und als kleiner Test hier ein paar Fotos von den 3 verschiedenen Ramen, die ich im Januar dieses Jahres verspeist habe.

Takezo am Heumarkt in Köln
Ramen Ippin in Mönchengladbach
Nudelhaus Sano in München

Sushi gab’s am Ende des Monats auch noch.

Mikado Sushi  All you can eat in Siegburg

Ich verzichte lieber, alles vom All you can Eat zu zeigen. 😅 Ramen Ippin hatte die Besonderheit dass das Fleisch und die Brühe auf Hähnchenbasis bestand. War auch okay, aber nicht unbedingt besser.

Im März esse ich sicher mehr Ramen – ich freu mich jetzt schon drauf. 😆