Heute ist schon der letzte Tag der ersten Woche und auch der letzte ganze Tag in Fukuoka. Morgen geht es dann nach Okinawa, wo ich mich ein bisschen erholen werde. Die letzten Tage waren auch echt anstrengend.
Auf dem Weg zum Bus schnell im Konbini trinken und Onigiri geholt, dann auf zum Bus. Der fuhr zur Fähre, mit der es nach Nokonoshima, eine Insel, ging.
Auf der Fähre saß einer neben mir der alle halbe Minute die Nase hochzieht, mit richtig schön viel Rotz. Ich kriege die Krise. Auch wenn Japaner bei Erkältung Maske tragen, so ist das Schneuzen leider unhöflich, und das Hochziehen des Schnodders akzeptiert. Ekelhaft, hab ich mir die letzten Tage schon öfters gedacht, aber das ist wirklich schlimm gewesen.



Nach der Fähre noch 15 Minuten mit dem Bus, man kann wohl auch laufen oder ein Fahrrad mieten, aber der Weg soll steil sein. Lieber nicht. Im Bus, und das ist mir nun auch schon öfter passiert, frage ich den Fahrer auf japanisch: wo ich das Ticket ziehen muss (normal zieht man ein Ticket beim Einsteigen und bezahlt beim Aussteigen – hier gibt’s kein Ticket, wahrscheinlich weil Einheitspreis) und er antwortet auf Englisch. Der Bus war zudem komplett überfüllt.
Der Weg war leider ziemlich steil und kurvig und die Mädchen die im Bus stehen mussten, kreischten immer in den Kurven. Wieso tu ich mir sowas nur an. 😭😭 Hätte ich das gewusst hätte ich verzichtet. Runter muss ich später auch noch, uff.
Aber im Folgenden sieht man, warum ich das auf mich genommen hab – das war es dann doch irgendwo wert:













Zu jeder Jahreszeit blühen hier andere Blumen, die Insel hat also einen hohen Wiederbesuchswert. Hat mir auf jeden Fall sehr gefallen. Man konnte dort auch picknicken, was auch einige getan haben. Danach ging es zum Nanzoin Tempel, sogar mit Dresscode – selbst Tattoos sind verboten. Hatte ich auch noch nicht, ist wohl auch neu und stand nicht im Internet. Das könnte blöd laufen, der Tempel liegt nämlich auch ziemlich außerhalb. Ich war von der Insel aus knapp 90 Minuten unterwegs, von der Innenstadt aber auch 40 Minuten. Der Tempel war Recht beeindruckend, auch wenn oft keine Fotos erlaubt waren. Leider auch mit steilen Stellen, aber gut, das ist in Japan halt normal.






















Am beeindruckenden an der Tempelanlage war aber das, womit er auch beworben wird: der riesige chillende Buddha:

Für dieses Foto ohne Menschen drauf musste ich eine Weile warten. In der Zwischenzeit habe ich mich kurz mit einem Eis auf eine Bank gesetzt und auch weitere Fotos geschossen.









Da es mir nicht so gut ging, und ich aufgrund der Zeit sehr schnell hätte durch müssen (das Museum daneben hätte dann auch schon zugehabt) habe ich den nächsten Punkt, den Dazaifu Tenmangu Schrein – auch außerhalb gelegen – ausgelassen. Ein kleiner Grund, wiederzukommen. Stattdessen habe ich mich direkt dem übernächsten Punkt gewidmet. Lalaport – ein Einkaufszentrum. Mit einem wohltuenden Spaziergang habe ich mich dorthin begeben und bin durch das Firmenviertel von Fukuoka gelaufen. Auch wenn ich mit Gundam nichts anfangen kann, der Grund war eine lebensgroße Gundam Statue. Ich hatte auch noch das Glück, dass sie, als ich Fotos gemacht hatte, sich anfing zu bewegen (es war 18 Uhr).

Auf dem Weg dorthin hab ich Takoyaki entdeckt, auf die ich mich schon seit der Ankunft freue, aber noch keine gefunden hatte! Gestern war ich bei meinem Hotel um die Ecke, wo es welche geben sollte, aber da war sowas wie eine Veranstaltung, und ich durfte nicht rein. Leider waren die nicht so gut, also hab ich mir im Einkaufszentrum noch welche geholt (auf den Rückweg habe ich dann noch einen Stand entdeckt). Auf dem Dach des Einkaufszentrum gab es einen Fussballplatz, wo auch eine Gruppe Jugendlicher trainiert hat. Wenn man halt zu wenig Platz hat. Das Gamecenter im vierten Stock hat mich dieses Mal zum Glück nicht gelockt, es war hauptsächlich auf Cranegames und Gundam ausgelegt.









Zu guter Letzt bin ich noch ins Ichiran Ramen-Restaurant, da dieses wohl sehr beliebt sein soll, immer mit langen Schlangen. Eine Kette, die ihren Ursprung in Fukuoka hat. Speziell ist hier, dass man komplett für sich allein is(s)t. Man sitzt an einer Art Kabine, wie man auf dem Foto sieht, und durch die Gardine wird einem das Essen gereicht. Man soll sich voll auf das Essen konzentrieren können. Sonderwünsche – so wie auch die Bestellung – werden per Zettel geäußert. Jeder Bonus zu der normalen Suppe (Ei, zusätzliches Fleisch, Pilze, u.s.w. wird separat serviert. War eine Erfahrung wert und auch echt lecker – so wie alle Ramen, die ich in Fukuoka gegessen habe. Ich hatte Glück, in Canal City bei mir um die Ecke waren um 20.50 Uhr nur 3 Leute vor mir. Um 21 Uhr machen die Geschäfte zu, und als ich im 21.20 aus dem Laden rauskam.. seht selbst:


Da ich morgen früh schon wieder auschecken muss, bin ich danach ins Hotel.
