17. März 2026 – Nara

Heute habe ich mich für Nara entschieden. Dies ist mein dritter Besuch in dieser wunderschönen Stadt. Beim ersten Mal hab ich den Blog noch nicht geführt, das zweite Mal ist hier zu finden. Trotzdem gibt es was zu berichten. Google Maps hat mich komischerweise zur Tennoji Station anstatt zum Hbf geschickt (habe nur Nara eingegeben, ist mir aber erst unterwegs aufgefallen), was sowohl den Start als auch das Ende der Reise veränderte.  Die Haltestelle lag direkt an der Einkaufsstraße, also bin ich erstmal die langgegangen um zu frühstücken. Dort hat es mich ins Kamaiki verschlagen. Sehr leckere Udon. Nun aber auf Richtung Park.

Heute wollte ich zum Kasuga Taisha Schrein. 1. Wollte ich eh in diese Richtung, da ich dort noch nicht wirklich war. 2. Wurde mir im Netz empfohlen, dass die dort zu kaufenden Omikuji besonders schön sein sollen.

Ich bin dann noch ein bisschen hinter der Schrein gewandert, wo lauter kleine Schreine auf einen gewartet haben, dann aber auch umgedreht, da ich noch was sehen wollte und den Weg ja auch zurücklaufen muss. Ich hab mich dann spontan entschieden, in das Kasuga Taisha Museum zu gehen, welches für seine 700 Yen Eintritt sehr klein war – aber das war gut, denn ich hatte schon wieder nicht mehr so viel Zeit. Oben durfte man nicht mehr fotografieren, aber da waren nur noch größere Trommeln und Schwerter.

Als nächstes stand der Yoshikien auf dem Plan, ein wunderschöner Garten, den ich jedesmal besucht habe und der zum Entspannen einlädt. Am Nandai-mon, dem südlichen Tor vom Todai-ji vorbei. In den Todai-ji gehe ich nur, wenn ich noch die Zeit habe, ist zwar beeindruckend, aber der Garten ist mir lieber.

Wir hatten Viertel nach 4 und der Garten schließt um 5 Uhr. Aber der Gärtner oder was auch immer meinte, die ganze Zeit rumlaufen zu müssen und „Closing Soon“ die Leute darauf hinweisen zu müssen, dass der Garten bald zumacht. Wenn man will, ist man in 5 Minuten durchgelaufen. Das hat gestört. Um 20 vor 5 wollte ich dann den hinteren Ausgang nehmen im schneller zum Todai-ji zu kommen, aber der hat mich nicht mehr in den hinteren Bereich gelassen. 20 Minuten vor Schließung. Er hat mich glaube ich auch gar nicht verstanden, dass ich gehen wollte  beziehungsweise gar nicht zu gehört. So hat er mir meinen zur Entspannung gedachten Besuch ziemlich vermiest. Google Rezensionen berichten davon übrigens auch – jetzt unter anderem auch ich.

Also mit kleinen Umweg noch zum Todai-ji und eine Minute vor Einlassschluss bin ich noch durch das Tor. Und das war es wert – kaum Leute und ich konnte am Ende ein Foto machen, auf dem keine Leute zu sehen sind. Hier eigentlich unmöglich!

Auf dem Rückweg bin ich noch durch die Shoppingmeile gewandert. Ich wollte über den Hauptbahnhof Nara zurückfahren, weil dort ein Reh mit aktuellem Datum stand vor 6 Jahren. Diesmal leider nicht. 🤷  Dafür durfte ich eine halbe Stunde am Bahnhof warten, weil keine Züge fuhren. Wenn ich das richtig verstanden habe, dann wohl wegen Personen im Gleis. Da macht selbst die japanische  Pünktlichkeit nichts. Und weil es so spät war, als ich zurück war, gab es wieder Ramen. Aber wieso auch nicht.