19. März 2026 – Nippombashi, Dotonbori

Aufgrund des gestrigen Tages bin ich heute relativ spät losgezogen und habe mich für einen ruhigen Shopping-Tag in Dendentown bzw Nippombashi entschieden, das „Elektroviertel“ Osaka. Zuerst bin ich aber durch Shinsekai gewandert, was nachts wohl beeindruckender sein soll.

In Shinsekai waren viele Läden, die zum Trinken einladen und bei denen man vor der Tür gelockt wird und auch viele Gluecksspiel-ähnliche Sachen. Und obwohl es Mittags war, war sehr viel los. Weiter geht’s nach Dendentown:

Komplette Reizüberflutung! Und mein Geldbeutel leidet auch.

Nachdem ich noch eine Stunde im Gamecenter verbracht habe, war es 20 Uhr, um die Uhrzeit schließen die meisten Läden. Ich habe gerade mal die halbe Straße geschafft.

Nun war es dunkel und Mädchen stehen schon in einer Reihe und machen Werbung für Bars, das ist echt ein komischer Anblick.

Das waren eigentlich viel mehr, aber ich wollte das nicht so offensichtlich fotografieren.

Als Absacker habe ich mich entschieden, eine Anime-Bar aufzusuchen. Mal was anderes, als irgendwo einfach nur zu futtern. Und in der Gegend gibt es auch zwei davon. Die eine hatte heute zu, also fiel die Wahl leicht. Ab in die Anime Bar Caoff Discovery. Als ich ankam, war gerade mal eine Person neben der Barkeeperin da. Das war allerdings nicht schlecht, so kamen wir schnell ins Gespräch. Der Laden füllte sich aber trotzdem zügig.

Ich lernte einen Japaner kennen, der gerne Surival Games spielt. Da „spielen“ sie Krieg nach, wenn ich das richtig verstanden hab, mit Verkleiden in Uniform u.s.w., und Airsoft Guns. Recht abgefahren. Er wollte dass ich ihm die deutschen Wörter für 1-10 beibringe. Insgesamt konnte ich hier allgemein mal ein bisschen mit Japanern reden. Tolles Erlebnis.

Danach bin ich Dotonbori entlanggelaufen, hier findet DAS Nachtleben in Osaka statt. Sehr leckere Takoyaki geholt, und ein wenig den Fluss entlanggeschlendert. Dabei diesen lustigen Musiker in Wolfsmaske gesehen. Ich wollte noch kurz in diese psychedelische Bar reinschauen. Das Gebäude war schon leicht gruselig, der Eingang kaum zu finden. Die Bar war sehr klein und ich war der einzige Gast. Er hat die auf den Bildern zu sehende Beleuchtung auch erst eingeschaltet, nachdem ich bestellt hab.

Die Bar hat die ganze Nacht offen, ich frage mich wie das funktioniert oder ob ich einfach zur falschen Zeit da war. Der Besitzer war auf jeden Fall sehr nett, wir haben viel geredet und er hat mir einige Sachen empfohlen. Vor allem den Sonnenturm werde ich bei meinem nächsten Besuch anschauen. Für morgen war er schon ausgebucht, und übermorgen geht es nach Tokyo. Auf jeden Fall abgefahrener Schuppen. Ich habe nur ein Bier genommen, aber er verkauft auch einen Cocktail in den ersten CBD-Liquid mischt. Leider konnte ich nicht lang bleiben da in Japan kurz nach 12 die letzten Züge fahren.