12. März 2026 – Naha, Okinawa

Klasse, heut regnet es, und später wird sogar Gewitter angezeigt. Ich denke, Strand wird wohl nichts. Aber irgendwie scheinen die Strände bis auf einen eh alle weit weg zu sein. Ein paar sind mit Fähre zu erreichen, das werde ich vielleicht nutzen. Aber die fährt heute (wohl wegen des Regens) nicht.

Nichts desto trotz bin ich losgezogen, wie geplant den Naminoue Strand begutachten. Leider wurde bestätigt, was mir das Internet zuvor mitteilte, Schwimmen ist erst ab April erlaubt. Ich habe nicht sonderlich detailliert geplant, wichtig war mir ein Hotel nahe des Flughafens. Die anderen Strände sind wie schön erwähnt 2-3 Stunden entfernt, was unter anderem daran liegt, dass hier neben einer Monorail hauptsächlich Busse für den ÖPNV eingesetzt werden.

Der Strand war trotzdem sehr schön, wenn man sich die darüber befindende Autobahn wegdenkt. 10 Minuten zu Fuß vom Hotel wäre das als dauerhafte Sache schon was feines.

Als ich am Strand ankam hörte es auch zum Glück auf zu regnen. Also habe ich mir den Schein direkt daneben angeschaut. Aufgrund des angesagten weiteren Regens und Gewitter habe ich mir heute Kultur vorgenommen. Eine Stunde Fußweg laut Maps bis zum Shikinaen Garden (Weltkulturerbe).

Auf dem Weg bin ich aus Versehen durch eine Straße gelaufen, die auch auf meiner Liste stand, die Tsuboya Yachimun Street, lauter Keramik-Läden. War ganz nett, aber hat mich nicht so sehr beeindruckt. Dahinter noch ein Park. Vor dem Garten war bei Google Maps eine riesige Grünflache, die sich als riesiger Friedhof herausstellte.

Habe knapp 2 Stunden gebraucht. Aber die Straßen waren sehr verwinkelt, so dass ich dauernd aufs Handy schauen musste und mit vielen Höhenunterschieden. Der Garten war aber super! Die japanischen Gärten haben mich schon immer sehr beeindruckt (in Hiroshima gibt es auch einen richtig schönen, ich meine es war der Shukkei-en).

Danach weiter zu Schloss Shuri. Unterwegs noch einen kleinen Tempel angeschaut, lag auf dem Weg. Zudem durfte ich betrachten, wie ein Polizist jemanden durchsucht. In Japan eher ungewöhnlich. Der Weg zu Fuß sollte 30 Minuten gehen. Ich habe 90 gebraucht, weil ich aufgrund der Höhe mehrere Umwege gehen musste. Das war eine sehr anstrengenden Reise für mich.

Aber genug von meinen Ängsten (auch wenn die Straße nicht das einzige Problem auf den Weg war 😅). Irgendwann war ich dann beim Schloss. Vor 7 Jahren zerstörte ein Feuer 7 Gebäude, unter anderem auch die Haupthalle des Schlosses. Daher ist die Hälfte eine Baustelle. Es hat sich trotzdem gelohnt. Das Tor war trotzdem beeindruckend.

Danach zurück in die Stadt, aber diesmal mit dem Bus. Kein Bock mehr auf ungeplante Höhen, und das Schloss ist ganz oben. Bin an der Kokusei Straße ausgestiegen, bisschen shoppen, essen. Heute Abend dann ins Little Rockers, ein bisschen tanzen. Als ich aus einem Shop rauskam, ging plötzlich die Welt unter:

War aber nur ein kurzer Schauer. Das angekündigte Gewitter blieb zum Glück aus.

Der Schuppen war klein, kein Vergleich zur Precious Hall. Hier lassen vielleicht 20 Leute rein, der einzige Rückzugsort ist die Treppe im Freien. Dafür bin ich hier aber auch mit Leuten ins Gespräch gekommen. Wirkte sehr Underground mäßig, aber japanischer Techno ist schon sehr spannend. Recht psychedelisch und treibend. 👍