18. März 2026 – Kyoto

Heute geht es nach Kyoto. Eine wunderschöne kulturelle Stadt mit vielen Tempeln. Da ich hier schon einige Tage verbracht habe, kenne ich auch schon einiges. Vor kurzem habe ich Kyousougiga gesehen, ein wundervoller Anime – sehr inspiriert von Alice im Wunderland – welcher in einer Spiegelwelt Kyotos spielt, und viele der Schauplätze sind vom echten Kyoto inspiriert. Da bietet es sich doch an, diese zu besuchen. Den Kurama Tempel habe ich bewusst ausgelassen, da dieser wohl mehr oder weniger einen ganzen Tag einnimmt, und einen steilen langen Weg beinhaltet.

Mein erstes Ziel war also der Kozan-ji. Eine Stunde Fahrt mit 2 Metros und einem Bus und ich war da. Bei der Busfahrt dachte ich mir schon, uff, das sind wieder steile Straßen in den Bergen. Aber gut, aufs Handy schauen und ablenken. Laut Internet ist es vom Bus 1 Minute und laut Google flach.

Leider war mir diese Minute Weg zu heftig und ich musste aufgeben und umdrehen. Das kann doch nicht wahr sein..

Sehr schade, weil das nicht nur ein zentraler Ort im Anime darstellt und ein sehr schöner Tempel sein soll – auch sind hier die Chojuugiga zu sehen – die ältesten Manga Japans, die antropomorphe Tiere zeigen sollen und als Nationalschatz gelten. 😥

Also wieder mit dem Bus die Berge runter, umgestiegen – zum Umsteigen musste ich ein wenig laufen und dabei fing es sinnbildlich passend an zu regnen – und dann zum Genko-an. Da ist es zumindest nicht steil. Und was erwartet mich da:

Es darf einfach nicht wahr sein. Das ist genau die Zeit, in der ich in Kansai bin, ich hatte also gar keine Chance. So habe ich 0 von 3 Pilgerorten von Kyousougiga gesehen. Gut, der Fushimi Inari ist auch noch ein Ort, aber den kenn ich schon. Vielleicht geh ich da trotzdem später hin, der soll toll sein wenn es dunkel ist und hat rund um die Uhr geöffnet.

Es gibt noch ein paar weitere Orte, die für Anime benutzt worden sind und auf meiner Liste stehen. Der nächste ist die Matsugasaki Brücke aus K-On!, mal schauen, ob ich die sehen darf. Als erstes war die Matsugasaki Brücke dran:

Ein paar Meter weiter war direkt die Shugakuin Station. In echt sah sie ein bisschen heruntergekommener aus.

Nun einen langen Spaziergang weiter zur Kyoto University und Demachiyanagi:

Und noch einen Abstecher zum Ikeda-ya, das war allerdings nicht sehr spannend:

Damit war ich fertig und es war gerade mal 19 Uhr und am Schütten. Und dunkel. Der Philosophenweg lohnt sich nicht mehr, zu weit weg. Aner der Fushimi Inari ist in der Nähe. Wieso also nicht, auch wenn ich dabei meinen Regenschirm verloren habe, und mein Rucksack so nass würde, dass mein Reisepass leicht in Mitleidenschaft gezogen wurde.

Hat sich trotzdem gelohnt:

Ich bin dann einen anderen Weg runter, was mich irgendwann auf einen dunklen Waldpfad gebracht hat,was ein bisschen  (arg) unheimlich und ohne Handytaschenlampe nicht machbar gewesen wäre. Ich kam dann auch zwischen irgendwelchen Häusern fernab der nächsten Haltestelle raus. Insgesamt habe an dem Tag wieder die 35000 Schritte geknackt. Leider etwas durchnässt und viel zu spät erst wieder im Hotel.